Hatten Sie eine angenehme Reise?

Bild oben: Fischer an der Wesküste in Indien

Wie lässt sich das Phänomen des immer wieder Unterwegs-seins / Sein-müssens, des Drangs weg von zu Hause, beschreiben? Gibt es überhaupt eine Erklärung für das Bedürfnis zu reisen? Was sind die Ursachen dafür, dass Menschen die Freuden aber auch die Beschwerlichkeiten von Reisen periodisch auf sich nehmen, die kostbarste Zeit des Jahres dafür hingeben (oder hergeben)? Dass Sie die Erfüllung des Versprechens von garantierter Ruhe und Erholung im Urlaub sowie kulturellen Höhepunkten einerseits oder Spaß, Animation und Abenteuer anderseits - beides vor den traumhaften Kulissen fremder Welten - zwischen strapaziösen An-und Abreisen mit schwerem Gepäck, quengelnden Kindern, Verspätungen, Wartezeiten, da und dort überfüllten Flughäfen und langwierigen Überfahrten, erhoffen und erwarten?

Um Antworten zum Thema Reisen auf die Spur zu kommen, ergeben sich vielleicht Hinweise oder zumindest Anregungen, aus den folgenden Zitaten historischer und Zeit - Genossen...
wenngleich nicht unbedingt aus dem ersten, simplen Postulat von Josef Heller in seinem bei Rowohlt erschienen Buch "Überhaupt nicht komisch", der sich - aus welchen Erfahrungen auch immer - prinzipiell und ungeachtet äußerer, z.B. finanzieller,  Umstände das Gegenteil von "Reisen" nicht vorstellen kann.
"Ich kann einfach nicht verstehen, warum die Leute zuhause bleiben, anstatt einfach zu verreisen."

Auf solche Weise kann man seinen unbändigen Reise-Willen kundtun oder aber wie Erasmus von Rotterdam rund 500 Jahre früher:
"Ich möchte Weltbürger sein, überall zu Hause und, was noch entscheidender ist, überall unterwegs."

Diese Aussage erfordert eine praktische Herangehensweise. Dass mit der richtigen Einstellung eine Reise - auch und entgegen aller widrigen Umstände - gelinge, bzw. man sie mit der nötigen Contenánce und ohne Enttäuschung erleben möge, dafür liefert Freiherr Adolph von Knigge einige Reisetipps und empfiehlt dem Reisenden folgende unverzichtbare Charaktereigenschaften:
"Zum Reisen gehören Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen und dass man sich durch kleine widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lasse."

Manche Autoren weisen vor allem auf das Bildungspotetial von Reisen hin wie zum Beispiel Franz Grillparzer, für den Reisen zusätzlich v.a. bei beängstigenden, besorgniserrregenden Zuständen eine wohltuend psychohygienische Funktion hatte....
"Eine Reise ist ein vortreffliches Heilmittel für verworrene Zustände."

Vorwurfsvoll drückt Carlo Goldoni jedem Nicht-Reisenden einen Stempel auf. Er meint, dass, indem ein Mensch nie gereist sei, dieser vor allem eine der pädagogisch wertvolle n Komponente des Reisens versäumt hat:
"Wer sein Land nie verlassen hat, ist voller Vorurteile."

In gleichem Sinn muss man laut Alexander von Humboldt gegenüber denjenigen Mitmenschen Vorsicht walten lassen, die laut denken, es jedoch verabsäumt haben vorher zu reisen:
"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben."

Ich will es endlich wissen! Leben heißt lernen! Man lernt nie aus! Üben und wiederholen ist alles! - auch auf Reisen - was wohl Max Frisch mit folgendem Spruch aus einem seiner Tagebücher sagen will:
"Warum reisen wir? - Damit wir noch einmal erfahren, was uns in diesem Leben möglich ist!"

Aus mehrere Hinsicht weltfremd und aus egoistischem Kalkül den Fortschritt bremsen wollend wirkt die Aussage von König Ernst August von Hannover in der Begründung zur Ablehnung der Eisenbahn. (Durchgesetzt hat er sich bekannterweise nicht):
"Ich will keine Eisenbahn! Ich will nicht, daß jeder Schneider und Schuster so rasch reisen kann wie ich!"

Die Kalifornierin Irini, eine 62jährige philipinische Krankenschwester, drei Wochen unterwegs in der und begeistert von der "old world" : "I prefer spending my money  on travelling, walking in Paris, Rome, Assisi instead of restoring my kitchen..."

Reisen - eine Frage des Alters?

Nun zur nächsten Frage: Reisen oder nicht mehr reisen? Spielen Sie schon Golf oder haben Sie einen Garten?

J.W.von Goethe hat es in fortgeschrittenem Alter und nach reger Reisetätigkeit auf folgenden Punkt gebracht:
Was hat ein Gärtner zu reisen?
Ehre bringt's ihm und Glück,
wenn er sein Gärtchen besorgt.

Und auch Hugo von Hoffmannsthal hatte offensichtlich endgültig das Reisen ad acta gelegt und statt ihrer der Muße und Arbeit im Garten den Vorzug gegeben, als er behauptete:
"Ich habe die Lust zu reisen gegen einen Rosenstrauch eingetauscht."






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